Eine Beschreibung eines Pilgers über die  Templer aus dem Jahre 1187,

 

Die Templer sind vortreffliche Kriegsleut. Sie tragen weiße Mäntel mit einem roten Kreuz, und wenn sie in den Krieg ziehen, wird ihnen eine Standarte mit zwei Farben, ( balzaus genannt), vorangetragen. Sie ziehen in Schweigsamkeit dahin. Ihr erster Angriff ist der fürchterlichste. Im Vormarsch sind sie die ersten, bei der Rückkehr die letzten. Sie erwarten die Befehle ihres Meisters. Wenn sie sich für kampfbereit halten und die Trompete erhallt, dann singen sie alle den Psalm Davids: "Nicht uns,Herr", und sie knien im Blut und auf den Nacken des Feindes bis dass sie das Heer des Feindes gezwungen haben, sich ganz und gar zurückzuziehen oder bis sie es gänzlich in Stücke zertrümmert haben. Sollte einer von ihnen aus irgendeinem Grund dem Feind den Rücken zuwenden oder lebendig ( aus einer Niederlage) herauskommen oder seine Waffe gegen Christen richten, so wird er streng bestraft. Der weiße Mantel mit dem roten Kreuz, welches ist das Zeichen seines Rittertums, wird ihm in Schmach und Schande genommen, er wird aus der Gemeinschaft der Brüder verstoßen und isst seine Speise auf dem nackten Boden für die Dauer eines Jahres. Belästigen ihn die Hunde, so wagt er nicht, sie zu verscheuchen. Aber am Ende des Jahres, wenn der Meister und die Brüder seine Buße für genügend erachten, geben sie ihm den Gürtel seiner früheren Ritterschaft zurück. Die Templer leben unter einer strengen religiösen Regel, sie gehorchen in Demut, haben keinen persönlichen Besitz, essen genügsam, kleiden sich bescheiden und wohnen in Zelten.




 

Aus den Schriften des Dichters Guiot de Rovins geht hervor;


Die Templer stehen in Syrien in hohen Ehren, die Türken haben fürchterliche Angst vor ihnen; sie verteidigen die Burgen, die Stadtmauern; niemals fliehen sie aus einer Schlacht. Aber eben dies bringt mich aus der Fassung. Gehörte ich diesem Orden an , wüsste ich ganz genau, dass ich fliehen würde. Ich wartete nicht ab, bis man mich erschlüge, denn ich mag solche Dinge nicht. Sie kämpfen viel zu tapfer. Es gelüstet mich nicht, getötet zu werden. ich würde lieber als ein Feigling gelten und am Leben bleiben, als den glorreichsten Tod der Welt zu erleben. Jederzeit würde ich gerne die Horen mit ihnen singen, das würde mir überhaupt nichts ausmachen. Diesen Stundendienst nähme ich auch sehr genau, nicht aber die Hora der Schlacht, da wäre mit mir keinesfalls zu rechnen.

 

Aus dem Buch " DIE TEMPLER" von Malcolm Barber.